Die Rolle Erwachsener

Kinder, Eltern und ErzieherInnen bilden ein Wirkungsgefüge, in dem alle versuchen, für eine optimistische Grundstimmung und eine positive emotionale Beziehung untereinander zu sorgen.

Kinder, Eltern und ErzieherInnen bilden ein Wirkungsgefüge, in dem alle versuchen, für eine optimistische Grundstimmung und eine positive emotionale Beziehung untereinander zu sorgen. So sind dann auch Bildung und Erziehung in der Kindertagesstätte eine Gemeinschaftsaufgabe von ErzieherInnen, Eltern und Kinder.

Eltern werden als Experten ihrer Kinder verstanden, die über besonderes Wissen verfügen im Hinblick auf

  • die Lebensgeschichte ihres Kindes,
  • seine Gewohnheiten, besonderen Interessen, Vorlieben und Aversionen,
  • seine Stärken und unterstützungsbedürftigen Bereiche.

Der Erzieherin in Reggio Emilia werden drei wesentliche Rollen zugewiesen, die als

  • Wegbegleiterin (d.h. sie bestärkt das Kind in seinen Selbst-Lern-Prozessen)
  • Forscherin (d.h. sie stellt herausfordernde Fragen, Ideen; gestaltet Raum und Zeit; präsentiert Gegenstände und Material; gibt Nähe und Zuwendung)
  • Zeugin (d.h. sie beobachtet die Kinder, dokumentiert ihre Lernprozesse und frägt sich immer wieder: „Was brauchen die Kinder für ihre Entwicklung und Bedürfnisse?"